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Rentner-Haushalte haben im Mittel 2.330 Euro im Monat

Bei vielen Senioren wird das Geld am Monatsende knapp
Bei vielen Senioren wird das Geld am Monatsende knapp. Foto: © caftor - stock.adobe.com

Wie viel Geld haben Menschen im Ruhestand eigentlich zur Verfügung? Das Statistische Bundesamt hat dazu neue Zahlen vorgelegt: Haushalte von Ruheständlern ab 65 Jahren verfügen im Mittel über 2.330 Euro im Monat. Gleichzeitig gilt fast jeder Fünfte in dieser Altersgruppe als armutsgefährdet.

So viel Geld bleibt Senioren im Monat

Die 2.330 Euro sind ein sogenannter Mittelwert (Median). Das bedeutet: Die eine Hälfte der Rentnerhaushalte hat mehr zur Verfügung, die andere Hälfte weniger. Gemeint ist das Geld, das dem Haushalt nach Abzug von Steuern und Abgaben tatsächlich zum Leben bleibt.

Zwischen Ost und West gibt es dabei einen Unterschied, der kleiner ausfällt als oft vermutet. In den westdeutschen Bundesländern liegt der Mittelwert bei 2.350 Euro, in den ostdeutschen Ländern einschließlich Berlin bei 2.270 Euro. Grundlage der Auswertung ist die europaweite Einkommensbefragung EU-SILC aus dem Jahr 2025, die rund 13,6 Millionen Menschen ab 65 Jahren im Ruhestand erfasst.

Woher das Geld im Alter stammt

Der größte Teil des Einkommens kommt erwartungsgemäß aus der Rente. Bundesweit stammen 93 Prozent des Haushaltseinkommens aus Renten und Pensionen. Knapp 4 Prozent steuern Vermögen bei, etwa Mieteinnahmen oder Zinsen. 2 Prozent entfallen auf staatliche Unterstützung wie die Grundsicherung, 1 Prozent auf eigene Arbeit.

Im Osten ist die Abhängigkeit von der gesetzlichen Rente noch größer: Dort stammen 96 Prozent des Einkommens aus Renten und Pensionen, nur 1 Prozent aus Vermögen. Im Westen ist die Mischung etwas breiter (92 Prozent Renten, knapp 4 Prozent Vermögen). Wie Senioren ihren Lebensunterhalt im Ruhestand bestreiten können, lesen Sie bei uns ausführlich.

Fast jeder Fünfte ist armutsgefährdet

Trotz dieser Zahlen ist die finanzielle Lage nicht für alle entspannt. 18,9 Prozent der Menschen ab 65 Jahren im Ruhestand gelten als armutsgefährdet. Als armutsgefährdet zählt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung zur Verfügung hat.

Bemerkenswert: Zwischen Ost und West gibt es hier kaum einen Unterschied. Im Osten liegt die Quote bei 18,5 Prozent, im Westen bei 19,0 Prozent. In der gesamten Bevölkerung fällt die Armutsgefährdung mit 16,1 Prozent etwas niedriger aus. Ältere Menschen sind also im Schnitt stärker betroffen als die Jüngeren.

Mehr Eigentum im Westen, mehr Miete im Osten

Ob die 2.330 Euro reichen, hängt stark davon ab, ob eine Familie Miete zahlen muss. Bundesweit wohnen 57 Prozent der Senioren ab 65 im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung, 43 Prozent zur Miete. Auch hier zeigt sich ein deutlicher Ost-West-Unterschied: Im Westen überwiegt das Eigentum (61 Prozent), im Osten die Miete (56 Prozent).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. N061 vom 1. September 2026, auf Basis der Erhebung EU-SILC 2025.

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Tjark Knittel

Tjark Knittel

Tjark hat seine Frau bei der Pflege ihrer Mutter unterstützt und somit Erfahrung im Bereich Pflege sammeln können.

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