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Immer mehr Rentner arbeiten: Jeder siebte zwischen 65 und 74 ist erwerbstätig

Rentner bei der Arbeit
Viele Rentner bleiben auch nach dem Renteneintritt erwerbstätig. Foto: © Robert Kneschke - stock.adobe.com

Rund 14 Prozent der Rentner zwischen 65 und 74 Jahren gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die auf dem Mikrozensus 2025 basieren. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 13 Prozent.

Männer arbeiten häufiger als Frauen

16 Prozent der Rentner waren 2025 erwerbstätig, bei den Rentnerinnen waren es 11 Prozent. Der Unterschied zieht sich durch alle Altersgruppen: Unter den 65- und 66-Jährigen arbeiteten knapp 19 Prozent, bei den 73- und 74-Jährigen waren es noch 8 Prozent. Je älter die Befragten, desto seltener gingen sie einer bezahlten Tätigkeit nach.

Bildung beeinflusst die Erwerbsquote

Ein höherer Bildungsabschluss geht mit einer deutlich höheren Erwerbsquote einher. Von den Rentnern mit hohem Bildungsniveau arbeiteten 18 Prozent, bei mittlerem Abschluss 12 Prozent und bei niedrigem 10 Prozent. Ob dahinter finanzielle Notwendigkeit oder der Wunsch nach Beschäftigung steckt, erfasst der Mikrozensus allerdings nicht.

Zwei Drittel haben einen Minijob

Die große Mehrheit der erwerbstätigen Rentner – 73 Prozent – arbeitet in abhängiger Beschäftigung. Die restlichen 27 Prozent sind selbstständig tätig. Unter den abhängig Beschäftigten üben 65 Prozent einen Minijob mit einem Verdienst von maximal 556 Euro im Monat aus.

Beim Arbeitsumfang zeigen sich große Unterschiede: 40 Prozent aller erwerbstätigen Rentner arbeiten weniger als zehn Stunden pro Woche. Weitere 25 Prozent kommen auf zehn bis zwanzig Stunden. Am anderen Ende des Spektrums stehen 13 Prozent, die mehr als 40 Wochenstunden leisten – darunter vor allem Selbstständige. 28 Prozent der Selbstständigen arbeiten über 40 Stunden, bei den Angestellten sind es nur 8 Prozent. Lesen Sie auch: Nebenjobs für Senioren und was dabei zu beachten ist

Was die Zahlen für Rentner bedeuten

Wer als Rentner dazuverdienen möchte, kann das seit 2023 ohne Hinzuverdienstgrenze tun – die frühere Begrenzung für vorgezogene Altersrenten wurde abgeschafft. Beim Minijob bleibt der Verdienst steuer- und sozialabgabenfrei. Wer mehr arbeitet, muss den Verdienst versteuern, zahlt als Altersrentner aber keine Beiträge mehr zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung.

Ob das Arbeiten im Alter aus finanziellen Gründen geschieht oder weil Rentner aktiv bleiben wollen, lässt sich aus den reinen Erwerbsdaten nicht ablesen. Die Zahlen zeigen aber: Der Trend zu erwerbstätigen Rentnern hält an, und der Anteil steigt seit Jahren.
Lesen Sie auch unseren Artikel: Wie können Senioren ihren Lebensunterhalt bestreiten?

Quelle: Pressemitteilung Nr. N053 des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 5. August 2026 auf Basis des Mikrozensus 2025.

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Kathrin Knittel

Kathrin Knittel

Kathrin hat ihre Mutter einige Jahre gepflegt und konnte somit selbst einiges an Erfahrung sammeln, die sie in ihren Artikel einfließen lässt.

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