Polizei warnt: Falsche Pflegedienstmitarbeiter bestehlen Senioren
Die Berliner Polizei registriert derzeit eine auffällig hohe Zahl von Trickdiebstählen durch Personen, die sich als Mitarbeiter eines Pflegedienstes ausgeben. Die Täter suchen gezielt ältere Menschen in deren Wohnungen auf. Auch wenn die aktuelle Warnung von der Berliner Polizei stammt - diese Masche ist bundesweit verbreitet.
So gehen die Täter vor
Meistens treten zwei Frauen gemeinsam auf. Sie klingeln an der Wohnungstür und behaupten, vom Pflegedienst zu kommen. Ihre Vorwände klingen dabei oft plausibel: Sie müssten den Pflegegrad überprüfen, den Blutdruck messen, die Medikamente kontrollieren oder Reinigungsarbeiten durchführen. Auf Nachfragen haben sie eine Antwort parat - etwa, dass sie neu beim Pflegedienst seien oder dass die schriftliche Ankündigung wohl noch nicht angekommen sei.
Sobald sie in der Wohnung sind, läuft es fast immer gleich ab: Eine der beiden verwickelt die betroffene Person in ein Gespräch, während die andere vorgibt, auf die Toilette zu müssen. In Wahrheit durchsucht sie die Räume nach Bargeld und Wertgegenständen.
So schützen Sie sich
Öffnen Sie Fremden nicht die Tür - das ist keine Unfreundlichkeit, sondern gesunder Menschenverstand. Nutzen Sie den Türspion oder die Sprechanlage und legen Sie die Türkette vor, bevor Sie öffnen. Lassen Sie nur Personen herein, die Sie selbst bestellt haben oder die Ihnen vom Pflegedienst vorher angekündigt wurden. Verlangen Sie einen Dienstausweis und rufen Sie im Zweifel bei Ihrem Pflegedienst an, bevor Sie jemanden in die Wohnung lassen.
Wenn Ihnen Fremde im Hausflur begegnen und etwas von Ihnen wollen, bitten Sie Ihre Nachbarn um Hilfe. Und wenn Sie sich bedroht fühlen: Rufen Sie laut um Hilfe oder wählen Sie die 110.
Weitere Tipps zum Schutz vor Trickbetrug finden Sie in unseren Sicherheitstipps für Senioren.
Quelle: Polizeimeldung der Polizei Berlin, Nr. 0798 vom 3. Juli 2026.
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