Wohnformen für Senioren

Wohnmöglichkeiten für Senioren
Welche Wohnmöglichkeiten für Senioren gibt es?( Foto © Robert Kneschke )

Wohnmöglichkeiten im Alter - Die Vorteile und Nachteile

Heute gibt es viele verschiedene Wohnformen für Senioren. Für welche Sie sich entscheiden hängt ganz von Ihren persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Aber auch den finanziellen Aspekt sollten Sie nicht aus dem Auge verlieren!
Wir möchten hier die verschiedenen Wohnformen im Alter kurz vorstellen und die Vorteile und Nachteile kurz beleuchten. Bei der Auswahl der richtigen Wohnmöglichkeit sollten Sie sich auch von Ihrer Familie, Freunden und evtl. Ihrem Hausarzt beraten lassen. Hier gibt es viel zu beachten!

Leben im Alter - Wohnformen für Senioren

Die Jahre zwischen 1955 bis 1969 gelten als die sogenannten Baby-Boomer-Jahre beziehungsweise geburtenstarke Jahrgänge, da in diesem Zeitraum die Geburtenrate in Deutschland sehr hoch war. Die in dieser Zeit geborenen Menschen kommen nun allmählich in das Seniorenalter und beginnen zu überlegen, wie sie im Alter wohnen möchten. Das eigene Haus ist oftmals zu groß und nicht seniorengerecht, die Wohnung eventuell zu teuer und wer immer selbständig gelebt hat, möchte meist nicht bei den Kindern oder im Heim wohnen. Inzwischen haben sich daher verschiedene Wohnformen etabliert, für die sich Senioren entscheiden können.

Betreut in der eigenen Wohnung

Viele Senioren haben Jahrzehnte in den eigenen vier Wänden verbracht und können sich kaum vorstellen, diese im Alter zu verlassen. Wer rechtzeitig an das Alter gedacht hat, hat Wohn- und Sanitärräume eventuell schon barrierefrei umgebaut. Andere sind vielleicht in eine Wohnung gezogen, die für Senioren geeignet ist. Generell hängt es vom körperlichen und geistigen Zustand ab, wie lange das Wohnen zu Hause möglich ist. Auch die Betreuung durch Angehörige hat nämlich ihre Grenzen und vor allem, wenn diese noch berufstätig sind, kann die Belastung sehr hoch sein. Wird für den Senioren eine Pflegestufe festgestellt oder verfügt dieser über beträchtliche finanzielle Mittel, ist das Hinzuziehen eines Pflegedienstes denkbar. Das Wohnen zu Hause kann durch den Besuch von teilstationären Einrichtungen ergänzt werden. In Tagespflegeeinrichtungen beispielsweise werden Senioren während einiger Stunden am Tag betreut, mit Mahlzeiten versorgt und nehmen an gemeinschaftlichen Aktivitäten teil.

Wohnen im Mehrgenerationenhaus oder in einer Alters-WG

Viele Menschen möchten im Alter nicht allein leben. Eine gute Alternative sind dann Mehrgenerationenhäuser oder Seniorenwohngemeinschaften, wie es sie zunehmend in Deutschland gibt. In Mehrgenerationenhäusern leben, wie der Name bereits sagt, mehrere Generationen unter einem Dach. Das hat viele Vorteile, denn die Senioren können auf diese Weise aktiv am Leben teilnehmen und werden in gemeinsame Aktivitäten einbezogen. Senioren-WGs werden häufig auf eigene Initiative gegründet. Inzwischen gibt es beispielsweise auch von Wohnungsbaugenossenschaften entsprechende Angebote in seniorengerecht umgebauten Wohnungen.

Das betreute Wohnen

Beim betreuten Wohnen leben Senioren in eigenen Wohnungen, die jedoch meistens durch Pflegeeinrichtungen vermietet werden. Die Wohnungen sind seniorengerecht und je nach Bedarf können Pflege- und Dienstleistungen sowie Mahlzeiten hinzu gebucht werden.

Senioren- und Pflegeheime

Das Angebot an Senioren- und Pflegeheimen ist inzwischen sehr groß und auch wenn die Heime zeitweise in der Kritik stehen, gibt es doch auch viele, die Senioren ein angenehmes Leben ermöglichen. Die Spannbreite reicht von einfachen Pflegeheimen bis zu luxuriösen Seniorenresidenzen, wobei es vom eigenen Kontostand abhängen dürfte, welche Einrichtung man sich leisten kann. Lesen Sie auch: Wie finde ich das richtige Pflegeheim?
Text: H.J. / Stand: 15.03.2019

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