Schlafstörungen bei Senioren

Frau mit Schlafstörungen
Nicht nur Senioren , auch junge Menschen leiden oft an Schlafstörungen. ( Foto: © WavebreakmediaMicro )

Schlafstörungen im Alter mit Hausmitteln behandeln

Der Mensch verbringt in der Regel etwa ein Drittel seiner Lebenszeit schlafend. Der Schlafbedarf verändert sich im Laufe des Lebens. Während Neugeborene und kleine Babys bis zu 16 Stunden am Tag schlafen, kommt ein gesunder Erwachsener mit etwa 7 - 9 Stunden Schlaf aus. Dennoch kennen viele das Problem: Gerade noch müde ins Bett gestiegen, lässt es sich einfach nicht einschlafen. Laut Schätzungen leiden etwa alleine in Deutschland rund 20 Millionen Menschen an Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Frauen sind in der Regel häufiger betroffen als Männer.
Schlafstörungen bei Senioren sind keine Seltenheit!

Bei rund 50% der Patienten sind die Schlafprobleme behandlungsbedürftig. Die Folgen einer chronischen Schlafstörung können unter anderem ein erhöhter Schlafbedarf am Tage, sowie anhaltende Konzentrationsprobleme bis hin zu Depressionen sein. Schlafstörungen sind daher niemals auf die leichte Schulter zu nehmen. Fragen Sie also unbedingt auch Ihren Arzt um Rat!

Ein- und Durchschlafstörungen bei Senioren mit Hausmitteln behandeln

Insbesondere ältere Menschen sind öfter von Schlafproblemen betroffen, da sie häufig durch Vorerkrankungen einen beeinträchtigten Schlaf haben. Bevor Sie zu starken Medikamenten greifen, sollten Sie einige Tipps aus der Hausapotheke anwenden, um Ihre Schlafprobleme sanft in den Griff zu bekommen.

So vermeiden Sie Schlafstörungen im Alter:

  • Sie sollten etwa eine Stunde, bevor Sie zu Bett gehen, dem Körper die Gelegenheit geben, herunterzufahren. Verzichten Sie daher in diesem Zeitraum auf den Fernseher oder laute Musik aus dem Radio.
  • Ein Baldriantee fördert die Entspannung vor dem Zubettgehen.
  • Dinge des Alltages haben im Bett nichts zu suchen: Fernsehen, Essen, Arbeiten am Laptop, all diese Dinge sollten aus Ihrem Schlafumfeld entfernt werden.
  • Achten Sie auf eine angenehme Schlaftemperatur. Diese sollte bei etwa 18°C liegen. Ein überheizter Raum fördert Schlafstörungen.
  • Sorgen Sie für ausreichend Sauerstoff in Ihrem Schlafzimmer. Ein 15-minütiges Stoßlüften vor dem Einschlafen erhöht die Sauerstoffkonzentration und die Luftfeuchtigkeit im Raum. Beides verhilft Ihnen zu einem verbesserten Schlaf.
  • Entspannungsbäder mit Baldrian oder Lavendel können Ihrem Körper helfen, sich auf den Schlaf vorzubereiten.
  • Gehen Sie niemals mit vollem Magen zu Bett. Der Körper hat mit der Verdauung ansonsten so viel Arbeit, dass an einen erholten Schlaf nicht zu denken ist. Idealerweise liegt die letzte Mahlzeit vor dem Zubettgehen etwa 3 Stunden zurück.
  • Erhöhter Alkoholkonsum kann Ihnen den Schlaf rauben. Vermeiden Sie etwa 3 Stunden vor dem Zubettgehen den Konsum von Alkohol. Forschungen haben ergeben, dass der Verzehr von alkoholischen Getränken insbesondere in der zweiten Nachthälfte zu einer reduzierten Schlafqualität führen kann.
  • Um Schlafstörungen im Alter zu vermeiden sollten Sie ab dem Nachmittag auf stark koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola sowie Schwarz- und Grüntee verzichten.
  • Auch eine unbequeme Matratze kann für Schlafstörungen bei Senioren verantwortlich sein! Mal ehrlich: Wie alt ist Ihre Matratze?
  • Bewegen Sie sich am Tage. Treiben Sie wenn möglich Sport! Gehen Sie zum Beispiel Wandern!

Schlafstörungen bei Senioren mit Mitteln aus der Natur zu Leibe rücken

Schlafstörungen bei Senioren lassen sich oft mitpflanzlichen Mitteln behandeln! Die Natur hat uns verschiedene Kräuter und Pflanzen zur Verfügung gestellt, um Schlafproblemen den Kampf anzusagen. Besonders Baldrian, Hopfen, Lavendel und Melisse sind wahre Allrounder, wenn es darum geht, den Schlafstörungen den Kampf anzusagen. Die getrockneten Pflanzenteile können in Form von Tees oder pflanzlichen Medikamenten eingenommen werden. Beides ist frei verkäuflich in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich. Allerdings sollten Sie der Sache ein wenig Zeit geben. Die Wirkung pflanzlicher Medikamente bedarf immer einer "Vorlaufzeit". Deren Wirkung baut sich allmählich auf. Nach etwa 2 bis 4 Wochen entfalten die Kräuter ihre volle Wirkung. Diese sollten dann aber weiterhin eingenommen werden. Vorsicht, wenn gar keine Wirkung eintritt. Dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um andere Erkrankungen ausschließen zu können, die Ihnen den Schlaf vermiesen.

Text: V.D. / Stand: 23.06.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]