Versicherungen für Senioren

Versicherungen für Senioren
Welche Versicherungen brauchen Senioren wirklich? ( Foto © Tatjana Balzer)

Versicherungsschutz im Alter - Diese Versicherungen brauchen Senioren wirklich

Jeder Lebensabschnitt bietet andere Herausforderungen und Risiken - ein Umstand, der sich auch in den notwendigen Versicherungen bemerkbar macht. Für Senioren im Rentenalter ergibt sich daher häufig ein anderer Versicherungsbedarf als bei beruflicher Aktivität. Welche Versicherungen tatsächlich benötigt werden, hängt zu guter Letzt aber auch von den persönlichen Bedingungen ab, wie den Wohnverhältnissen, der Teilnahme am Verkehr mit einem eigenen Kraftfahrzeug, der Haltung von Tieren oder der Ausübung verschiedener Sportarten.

Die Privathaftpflichtversicherung - Unerlässlich in jedem Alter

Wenn ein Fußgänger aus Unaufmerksamkeit einen Unfall verursacht oder beim Besuch bei Freunden versehentlich die teure Vase zu Bruch geht, können für die Wiedergutmachung recht hohe Kosten entstehen. Hier springt die Haftpflichtversicherung ein. Diese sollte daher in keinem Haushalt fehlen. Wer bereits in früheren Jahren eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, sollte diese regelmäßig überprüfen, da veränderte Lebensbedingungen auch einen veränderten Tarif zur Folge haben können. So werden zum Beispiel bei Familien die Kinder berücksichtigt; sind diese jedoch aus dem Haus, lohnt es sich, die Versicherung tariflich umzustellen. Senioren hingegen, die bei ihren erwachsenen Kindern im Haushalt leben, können unter Umständen in deren Versicherung mit aufgenommen werden und benötigen dann keine eigene mehr. Wer einen größeren Hund oder ein Pferd hat, sollte zudem eine Tierhalterhaftpflicht abschließen, um Schäden durch das Tier abzusichern. Kleinere Haustiere sind häufig bereits in der Privathaftpflichtversicherung eingeschlossen.

Hausrat und Wohngebäude - Auch eine wichtige Versicherungen für Senioren

Wenn Möbel, Geschirr oder andere Einrichtungs- oder Gebrauchsgegenstände bei einem Feuer, einem Unwetter, durch Raub oder durch Einbruch Schaden nehmen, ist das zumeist tragisch, weil damit auch Erinnerungen zerstört werden. Noch trauriger ist es allerdings, wenn es keine Hausratversicherung gibt, die den Schaden etwas abfedert, sodass neue Sachen gekauft werden können. Neben den Sachschäden deckt die Hausratversicherung in der Regel auch Aufräumungskosten oder Hotelkosten ab, wenn die Wohnung kurzzeitig nicht bewohnbar ist. Wer Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses ist, benötigt außerdem eine Wohngebäudeversicherung, die den Wiederaufbau oder die Sanierung eines Gebäudes nach Schäden durch die versicherten Gefahren übernimmt, wie Sturm, Hagel, Feuer und Leitungswasser.

Private Zusatzpflege- und Sterbegeldversicherung

Viele Menschen haben Angst davor, im Alter zu einem Pflegefall zu werden, da die Leistungen der gesetzlichen Versicherungen nicht immer ausreichen, um eine intensive und gute Pflege zu garantieren. Damit diese Lücke geschlossen wird, macht es Sinn, eine private Zusatz-Pflegeversicherung abzuschließen, von der beispielsweise die Kosten für einen professionellen Pflegedienst, ein vereinbarter Rentenbeitrag im Pflegefall oder ein Pflegetagesgeld gezahlt werden. Diese Versicherung sollte allerdings so früh wie möglich abgeschlossen werden, da sich die Beiträge nach Lebensjahr und nach Gesundheitszustand berechnen. Wer bereits zu Lebzeiten die eigene Bestattung und ihre Kosten planen möchte, kann eine Sterbegeldversicherung abschließen. Wird diese jedoch zu früh begonnen, ist es möglich, dass die Einzahlungen die am Ende ausgezahlte Summe übersteigen. Unter Umständen kann es daher vorteilhafter sein, das Geld für die Hinterbliebenen zurückzulegen.

Diese Versicherungen benötigen nicht alle Senioren

Viele Arbeitnehmer haben eine Berufsunfähigkeits- oder eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen. Mit dem Eintritt in das Rentenalter werden diese Versicherungen nicht mehr benötigt und können daher gekündigt werden. Auch eine Unfallversicherung ist für Senioren weniger wichtig als für Berufstätige, die damit Einbußen des Einkommens nach einem Unfall abfedern können. Anders sieht es jedoch aus, wenn ein älterer Mensch Sport treibt und damit einer erhöhten Unfallgefahr ausgesetzt ist. Viele Versicherungen bieten hier spezielle Senioren-Unfallversicherungen an, die sich vor allem für Personen lohnen, die im Notfall nicht über finanzielle Reserven verfügen. Wer noch selbst Auto fährt, benötigt natürlich eine KFZ-Haftpflichtversicherung und gegebenenfalls eine Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung. Senioren, die häufig reisen, sollten zudem eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, um im Notfall nicht auf den Behandlungskosten sitzen zu bleiben.
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Text: H.J. Stand: 16.09.2018