Seniorenheime: Nachholbedarf in Sachen Zahngesundheit

Zahnpflege im Seniorenheim sollte verbessert werden ...

Gesunde Zähne sind ein bedeutender Aspekt, wenn es um Lebensqualität geht. Dass jedoch in deutschen Pflegeheimen unzählige Senioren mit Zahnproblemen leben und nicht richtig behandelt werden können, ist ein Problem. In ihrem Zahnreport macht die Barmer Krankenkasse darauf aufmerksam, dass es weiterhin Handlungsbedarf gibt.
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Neue Vergütungsregeln verpufften

Eigentlich gibt es schon seit 2013 neue Regelungen für die Vergütung zahnärztlicher Leistungen in Pflegeheimen. Diese jedoch scheinen ihr erhofftes Ziel nicht erreicht zu haben, denn die Situation ist laut des Zahnreports schlecht. So sind rund zwei Drittel der Senioren in deutschen Heimen von Zahnfleischbluten und Entzündungen betroffen. Auch Zahnlosigkeit ist bei ganzen fünfzig Prozent der Heiminsassen ein Problem, das nicht zu Zufriedenheit gelöst wird. Wer nicht im Heim lebt, hat deutlich seltener mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Besuche ja, Behandlung nein

Wie die Barmer Krankenkasse anmerkt, seien die Besuche von Zahnärzten in Pflegeheimen zwar tatsächlich gestiegen, bei der Behandlung festgestellter Probleme aber kommt es, im wahrsten Sinne des Wortes, zu starken Lücken. So machen sich mehr Zahnärzte ein Bild vom Zahnzustand der Pflegebedürftigen und helfen auch bei der Prävention, behandeln bestehende Erkrankungen und Missstände aber nur äußerst selten. Oft nämlich fehlt es schlicht an der notwendigen Ausstattung. Transporte zu Praxen und Zahnkliniken sind indes ein zu großer Aufwand. Hier, so Experten, muss angesetzt werden, um langfristig für Verbesserung zu sorgen. (Foto: Zerbor)
Zum Zahnreport 2018 der Barmer