Medienkompetenz: Soziale Netzwerke auch für Senioren interessant

Viele Senioren kennen das: Enkel und auch eigene Kinder sind längst firm in der Nutzung des Internets, sie selbst jedoch kennen sich kaum mit der neuen Technologie aus. Und während bei Familientreffen alle anderen ganz nebenbei in Kontakt mit der ganzen Welt zu stehen scheinen, fühlt sich die ältere Generation nicht selten „abgehängt“. Dabei ist es keine schlechte Idee, Enkeln und Kindern einmal über die Schulter zu schauen. Soziale Netzwerke nämlich könnten auch das Seniorenleben bereichern.

Sozialleben unabhängig von Mobilität

Vielen Senioren fällt die rege Teilnahme am Sozialleben vor allem deshalb schwer, weil sie nicht mehr auf einen PKW zurückgreifen können, wegen kleiner oder größerer Beschwerden zuhause bleiben müssen oder weil sich frühere Freunde allmählich ebenfalls zurückziehen. In sozialen Netzwerken aber kann das anders sein. Hier nämlich ist kein Schritt vor die Tür notwendig, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zusätzlich fällt es Senioren leichter, auch mit der eigenen Familie in Kontakt zu bleiben, wenn sie die Statusmeldungen ihrer Verwandten sehen können. (Lesen Sie auch: Autofahren im Alter)

Der Einstieg gelingt nur mit etwas Hilfe

Ob am PC oder mit einem Smartphone: Das Internet zu nutzen, stellt Senioren gerade während der Anfangszeit vor große Herausforderungen. Vom Login über das Posten bis hin zum Versenden von Nachrichten oder Bildern müssen einige Dinge gelernt werden. Am leichtesten gelingt das, wenn jüngere Familienmitglieder etwas Zeit investieren und ihren Großeltern oder Eltern bei den ersten Schritten helfen. Und ist das nicht möglich – etwa aufgrund zu großer Entfernungen – gibt es inzwischen auch Kurse bei Volkshochschulen oder Seniorenzentren, die das Thema Internet und Social Media aufgreifen.

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