Essen: Senioren immer stärker von Betrug betroffen

Betrugsfallen für Senioren

Achtung Betrug!

Dass Betrüger vor allem Senioren ins Auge fassen, ist schon länger bekannt. Trotz aller Aufklärung und wichtigen Tipps zur Vorbeugung kommt es immer wieder zu Fällen, bei denen Betrüger ältere Menschen um viel Geld erleichtern. Auch in Essen zeigt sich, dass 2017 deutlich mehr Betrugsfälle registriert wurden. Grund genug, Senioren weiterhin transparent und konkret aufzuklären. ( Lesen Sie auch unsere Sicherheitstipps für Senioren )

Vierzig Prozent mehr Betrugsfälle

Im Jahr 2016 wurden in Essen rund 243 Betrugsdelikte gemeldet und angezeigt. Den Aufwärtstrend jedoch zeigt erst dieses Jahr, denn in den ersten acht Monaten des Jahres 2017 gingen bei der Polizei bereits insgesamt 339 Anzeigen ein. Dies wiederum bedeutet eine Gesamtsteigerung um ganze vierzig Prozent.

Positiv ist dabei jedoch, dass Senioren in rund der Hälfte aller Fälle richtig handelten und Betrüger somit um das gewünschte Ziel ihrer Maßnahmen brachten. Wie Fachleute jedoch anmerken, handelt es sich bei den genannten Zahlen alleine um die offiziellen Werte. Viele Senioren jedoch schämen sich, auf Betrüger hereingefallen zu sein und melden den Betrug erst gar nicht. Die Vermutung, dass die Dunkelziffer deutlich über den genannten 339 Fällen liegt, dürfte daher wahr sein.

Senioren müssen wachsam bleiben

Wie sich also zeigt, ist die Zeit der Betrüger noch lange nicht vorüber. Senioren sollten daher grundsätzlich gesundes Misstrauen an den Tag legen, wenn sie am Telefon oder auch an der Tür um Geld gebeten werden. Falsche Polizisten oder auch Mitarbeiter von Wasserwerken sowie vorgetäuschte Verwandtschaftsverhältnisse stehen hier im Fokus. Werden Senioren um Geld gebeten, sollten sie daher stets die Polizei informieren und sich genauer beraten lassen. So könnten künftige Betrugsfälle noch häufiger erfolglos bleiben. ( Foto: © bluedesign)