Pflegeroboter „Pepper“: Bald Normalität?

Pflegeroboter unterstützt Pflegepersonal im Pflegeheim

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Foto © Zerbor

Die Digitalisierung greift in allen Branchen um sich. Auch in der Pflege sind Computer, Tablet und Co. längst übliche Arbeitsmittel. Dass bald schon Roboter in deutschen Pflegeheimen arbeiten könnten, zeigt „Pepper“. Der Pflegeroboter wurde in Japan entwickelt und in Frankreich gebaut. Er könnte im Alltag vieler Pflegeheime künftig eine bedeutende Rolle spielen.

Was kann „Pepper“?

Eines vorab: Das Pflegepersonal ersetzen wird Pepper auch in der Zukunft nicht, der Pflegeroboter unterstützt aber das Pflegepersonal. Wichtige Handgriffe bei der Betreuung älterer Menschen bleiben weiterhin Personal aus Fleisch und Blut vorbehalten. Pepper jedoch greift ihnen anderweitig unter die Arme. Er ist dazu in der Lage, Senioren zu unterhalten, mit ihnen Spiele zu spielen und sie bei einfachen Fitnessübungen anzuleiten. Auch spielt Pepper Musik und interagiert mit seinem Nutzer. Optisch wirkt der kleine Roboter gleichermaßen futuristisch als auch sympathisch. Er wird von einem Prozessor mit Informationen versorgt, der üblicherweise in Smartphones vorkommt.

Bereits im Einsatz

Dass Pepper ein gewisses Zukunftspotenzial mit sich bringt, konnte der Roboter bereits unter Beweis stellen. Im Marienheim der Stadt Siegen ist er schon seit mehr als eineinhalb Jahren gerne gesehen. Senioren beschäftigen sich hier bevorzugt mit Gedächtnisspielen. Wie weit verbreitet solche Roboter in Zukunft sein könnten, hängt jedoch auch von deren Anschaffungspreis ab. Derzeit kostet Pepper rund 170.000 Euro. Lesen Sie auch: Wie finde ich das richtige Pflegeheim?

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