Studie: Rentenalter als Lebensrisiko?

Beginn des Rentnerdaseins

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Foto © Zerbor

Der Beginn des Rentnerdaseins stellt für viele Senioren eine überraschend große Herausforderung dar. Viele Frauen und Männer gewöhnen sich zunächst schwer an die neuen Tagesabläufe und die hinzugewonnene Freizeit. Das wiederum kann sich auf die Sterblichkeitsraten auswirken, wie nun das RWI Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung herausgefunden hat.

Gutverdiener trifft es härter

Ob die Anzahl jener Senioren, die nach dem Renteneintritt versterben, steigt oder sinkt, ist abhängig von den äußeren Umständen. Das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung wertete die Daten von rund 800.000 Senioren aus, um die möglichen Einflussfaktoren besser kennen zu lernen. Dabei stellte sich heraus, dass gerade bei Gutverdienern die Sterblichkeitsrate nach Rentenbeginn steigt. Hier könnten Aspekte wie der Wegfall sozialer Kontakte, mangelnde Beschäftigung und fehlender Lebenssinn eine Rolle spielen.

Wer wenig verdient, stirbt nach Rentenbeginn weniger wahrscheinlich

Natürlich ist die eigene Sterblichkeit ein unumstößlicher Fakt, der sich nur marginal beeinflussen lässt. Im Vergleich zu Menschen mit hohem Einkommen scheinen Geringverdiener und Arbeitslose laut Studie vom Renteneintritt zu profitieren. Im Bereich dieser Personengruppen nämlich sank die Sterblichkeitsrate deutlich. Einflussfaktoren könnten hier schwierige oder auch gefährliche Arbeitsbedingungen vor der Rente und eine Entspannung durch die Loslösung vom Druck der Arbeitslosigkeit und den mit ihr verbundenen, negativen Gefühlen sein. In jedem Fall aber bleibt es für Senioren wichtig, im Rentenalter aktiv zu bleiben und auf sich zu achten. Lesen Sie auch: Was tun, wenn die Rente nicht reicht?