Silbernetz: Guter Start, finanzielle Sorgen

Telefon Hotline für Senioren

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Senioren, die unter Einsamkeit leiden, gibt es in ganz Deutschland. Die Initiatoren des Silbernetz-Telefons wollen nun aktiv hiergegen vorgehen und bieten kostenfreie Gespräche per Telefon an. Jeden Tag zwischen acht und zwanzig Uhr sind die Helfer erreichbar. Schon jetzt – kurz nach dem Start des Projektes am 24. September – zeichnet sich ab, dass das Angebot gut ankommt. Finanziell aber sieht es weniger gut aus.

100 Anrufe pro Tag

Äußerst erfreulich ist es für alle Beteiligten, dass die Silbernetz-Hotline bereit in den ersten sieben Tagen rund 100 mal täglich genutzt wurde. Da sich die Mitarbeiter Zeit für ihre Anrufer nehmen, kann eine Einzelperson pro Tag im Schnitt 25 Gespräche führen. Wie lange diese dauern, gestaltet sich individuell. Durchschnittlich aber sprechen Senioren etwa eine Dreiviertelstunde lang mit ihrem Silbernetz-Partner. Da das Interesse offensichtlich stark ist, will Silbernetz nun sein Team verstärken. Schon im Dezember ist eine Erweiterung auf 16 Mitarbeiter geplant, die die Hotline rund um die Uhr betreiben sollen.

Das Geld fehlt

An der Sinnhaftigkeit des Silbernetzes zweifelt niemand. Aktuell jedoch sorgen technische Feinheiten für Mehrkosten, die die Initiatoren nicht alleine tragen können. Vor allem die Nutzung mobiler Verbindungen erzeugen hohe Ausgaben, die nun zusätzliche Sponsoren decken sollen. Dass die Initiative ihre Räumlichkeiten kostenfrei nutzen kann, ist dabei ein großer Vorteil. Unternehmen und Sympathisanten, die dem Silbernetz unter die Arme greifen möchten, sollten dennoch nicht zögern.

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