Beschlossen: Renten steigen ab Juli

Frau freut sich über eine Rentenerhöhung
Foto: © wsf-f

Dass das Geld im Alter nicht immer reicht, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten, wissen viele Senioren nur zu gut. (Was tun, wenn die Rente nicht reicht?) Nun erhalten sie ab kommendem Juli sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland eine leicht erhöhte Rente. Bislang fehlten konkrete Angaben, die sich aus der allgemeinen Lohnentwicklung ergeben mussten.

Erhöhung: Unterschiedliche Werte in Osten und Westen

In den alten Bundesländern werden Rentner ab dem ersten Juli 2019 rund 3,18 Prozent mehr Rente erhalten. Mit 3,91 Prozent liegt die Erhöhung in den alten Bundesländern auf etwas höherem Niveau. Das erklärt sich dadurch, dass in der Zukunft eine Angleichung erfolgen soll, die die bisherige Differenz zwischen Ost- und Westrenten schließt.

Lohnentwicklung als Richtwert

Um wie viel Prozent die Rente im Falle einer Erhöhung steigen wird, bestimmt die allgemeine Lohnentwicklung in der Bundesrepublik. Dass im Osten ein höherer Prozentsatz gewährt wird, ist jedoch kein Hinweis darauf, dass sich auch die Löhne in den neuen Bundesländern besser entwickeln. Die bereits erwähnte Angleichung ist der eigentliche Grund. Ob Senioren ab Juli tatsächlich mehr Geld in der Tasche haben werden und ob weniger alte Menschen von Armut bedroht sein werden, bleibt jedoch abzuwarten. Noch immer gilt das Rentenniveau in Deutschland als nicht ausreichend, weswegen viele Senioren weiterhin Nebenjobs nachgehen.