Pflege: Mehr Rente für Angehörige

Mehr Geld für Angehörige von Pflegebedürftigen

Geht es um die gesetzliche Rente, herrscht schon seit geraumer Zeit miese Stimmung. Zu wenig Geld bleibt vielen Senioren schon heute und auch die Aussichten für künftige Rentner sind düster. Auch die Anrechnung der Pflege Angehöriger, so der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, muss dringend überdacht und optimiert werden. Mit der Schlechterstellung von Pflegenden soll künftig Schluss sein.

Noch gibt es nicht genügend Hilfe

Wie Gernot Kiefer, Vorstand des Spitzenverbandes, zu bedenken gibt, können pflegende Angehörige nicht viel von der Rente erwarten. Sie erhalten eine deutlich geringere Anrechnung ihrer Pflegezeit, als dies beispielsweise bei Eltern während der Erziehungszeit der Fall ist. Und auch wenn die Pflegekassen seit vergangenem Jahr mehr in die Rentenkassen einzahlen, reicht das noch nicht für Gerechtigkeit aus. Schon zehn Stunden Pflege wöchentlich wirken sich kaum auf die Rente aus und erhöhen sie um einen einstelligen Betrag.
Pflegesachleistung für häusliche Pflege

Häusliche Pflege ist ein beliebtes Konzept

Dass es in diesem Bereich Handlungsbedarf gibt, liegt auf der Hand. Immerhin wird ein Großteil der Pflegebedürftigen in Deutschland im eigenen Zuhause betreut. In Deutschland gab es in 2016 folglich knapp 302.000 pflegende Angehörige, für die die Pflegeversicherung Einzahlungen in die Rentenkasse vornehmen musste. Ob die Situation dieser Personengruppe auch bei der künftigen Rentenreform Berücksichtigung findet, ist jedoch unklar.
( Foto: © bluedesign)

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