ÖPNV: Hessen will Seniorenticket einführen

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Im Alter fällt es vielen Senioren zunehmend schwer, mobil zu bleiben. Sind Supermärkte weit entfernt vom eigenen Wohnort und lebt auch die Familie nicht im gleichen Haus, kann das für Probleme und Einsamkeit sorgen. Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr jedoch sind oft zu teuer für Senioren, die mit niedrigen Renten zurechtkommen müssen. Ändern soll sich das nun in Hessen.

Einführung für kommendes Jahr geplant

In Hessen gibt es bereits ein Ticket, mit dem Schüler nur einen Euro pro Tag zahlen müssen und durch das gesamte Bundesland fahren können. 365 Euro pro Jahr kostet das Ticket, das künftig auch Senioren zur Verfügung stehen soll. Auf den Weg bringen will das Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der die Prüfung des Planes bei der Aufsichtsratssitzung des RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) anregte. Der RMV zeigte sich offen für das Projekt und wird eine Einführung des Seniorentickets weiter prüfen. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum günstigeren Fahren für Senioren scheint also gelegt.

Einschränkungen bei Fahrzeiten

Da der öffentliche Nahverkehr in Deutschland vor allen Dingen aufgrund des Pendelns von Schülern und Arbeitnehmern stark ausgelastet ist, soll das Seniorenticket mit einer Einschränkung daherkommen. So wird es vermutlich nicht vor neun Uhr morgens verwendet werden können. Für Senioren aber dürfte diese Vorgabe kein nennenswertes Problem darstellen. Berechtigt sein sollen alle Einwohner Hessens, die älter als 65 Jahre sind. Wann das Ticket letztendlich eingeführt wird, bleibt jedoch abzuwarten.
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