Das „Horror Haus“ in Andalusien: Auch eine deutsche Seniorin betroffen

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Foto © Zerbor

Ein Pflegeheim im spanischen Andalusien macht derzeit Schlagzeilen. Hier vermuten Ermittler schwere Misshandlung, Betrug und unter Umständen sogar Mord. Die Opfer: Senioren, die ihren Lebensabend im Ausland verbringen wollten. Ein Pärchen steht seit Ende 2017 unter Arrest, doch erst jetzt wurden die Details veröffentlicht. (Informationen über Pflegeheime)

Freiheitsberaubung und Misshandlung im Pflegeheim

In Chiclana de la Frontera betrieb ein Pärchen das Pflegeheim „Villa Germania“. Dies jedoch nicht mit der Absicht, Senioren einen angenehmen Lebensabend zu bereiten. Vielmehr sperrten die Täter ihre Gäste ein und kümmerten sich nicht um deren Wohlergehen. Den Betroffenen gab das Pärchen Drogen und ernährte sie über eine Magensonde. Zwei Senioren aus Deutschland und den Niederlanden trafen die Ermittler in einer nahegelegenen Wohnung an. Beide waren in einem äußerst schlechten Zustand, konnten sich jedoch bis heute wieder erholen.

Maria B.: Die deutsche Seniorin starb

Als Maria B. Ende 2017 plötzlich nicht mehr erreichbar war, meldete sich eine Bekannte bei der Polizei, die daraufhin die spanischen Behörden kontaktierte. Maria B., die vorübergehend in einem sicheren Seniorenheim untergebracht war, wurde von den Tätern abgeholt. Wie es scheint, musste die Seniorin Unterlagen unterzeichnen, die das Pärchen zu ihren Erben machten. Die Täter brachten die Seniorin aller Vermutung nach um mehr als 160.000 Euro und ihr Haus auf Teneriffa. Schon kurz nach dem Verlassen des sicheren Heims soll Maria B. gestorben sein. Auch weitere Todesfälle stehen in Verbindung mit dem Horrorhaus. So finden Sie das richtige Pflegeheim