Fahrtrainings zur Pflicht machen? Nicht in absehbarer Zeit

Wie lange dürfen Senioren Auto fahren?

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Foto © Zerbor

Immer wieder wird diskutiert, ob Senioren in Deutschland gesonderte Fahrprüfungen absolvieren müssen, um ihren Führerschein behalten zu dürfen. Häufigere Unfälle im Straßenverkehr, an deren Entstehung Senioren beteiligt sind, liefern ausreichend Gesprächsstoff. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer jedoch spricht sich weiter gegen eine Pflicht für zusätzliche Prüfungen aus.

Ab 75 steigt das Risiko?

Unfallforscher sind sich einig: Ab einem Alter von rund 75 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Senioren in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Längere Reaktionszeiten, Einschränkungen des Bewegungsapparates und auch der Sehfähigkeit sorgen dafür, dass die Teilnahme am Straßenverkehr mit Risiken verbunden ist. Und während manche verpflichtende Trainings fordern, sind sich wiederum andere sicher, dass Senioren ihre schwindenden Fähigkeiten durch Erfahrung ausgleichen. Lesen Sie auch: Autofahren im Alter

Viele Länder machen es vor

Dabei gehört Deutschland zu den wenigen Nationen, die den Führerschein lebenslang und einschränkungsfrei ausstellen. Eine zeitliche Begrenzung wie beispielsweise in Schweden konnte sich hierzulande noch nicht durchsetzen. So lange das so bleibt, sollten Senioren ihre Fähigkeiten selbst einschätzen und dabei realistisch bleiben. Die Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings auf freiwilliger Basis stellt eine sinnvolle Lösung für all jene dar, die sich auch im gehobenen Alter noch sicher hinter dem Steuer bewegen möchten. Und wer sich das Fahren nicht mehr zutraut, sollte das Auto tatsächlich besser stehen lassen. In einigen Städten gibt es inzwischen Angebote für Senioren, die ihren Führerschein abgeben möchten.

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