Bremen: Postboten helfen Senioren

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Die Einsamkeit ist ein Thema, das vor allen Dingen Senioren betrifft. Wohnt die eigene Familie zu weit weg, um nach ihren älteren Verwandten zu sehen, gibt es kaum sinnvolle Möglichkeiten, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. In Bremen aber soll sich das jetzt ändern. Gemeinsam mit der Deutschen Post nämlich plant die Stadtverwaltung den Service „Post persönlich 2.0“.
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Mehr als nur Briefe einwerfen

Das Prinzip des neuen Projekts klingt schlüssig: So sollen Postboten künftig nicht nur Briefe und Pakete abliefern, sondern auch bei Senioren klingeln und sich nach deren Befinden erkundigen. Schon Mitte April geht es los. Zeigt sich beim Kurzbesuch, dass etwas nicht in Ordnung ist, können die Postboten eine Meldung an Verbände wie die Johanniter richten. Diese kümmern sich dann um schnelle Hilfe. Zusätzlich sollen Postboten auch befugt sein, Geldbestellungen an Senioren zu liefern.

Nicht gänzlich kritikfrei

Während die meisten Menschen froh über diesen neuen Service sein dürften, regt sich beim Deutschen Verband für Pflegeberufe erste Kritik. So seien Postboten, wenngleich sie für ihren Einsatz geschult werden, nicht dazu in der Lage, den aktuellen Zustand von Senioren fachkundig zu beurteilen. Experten rechnen daher damit, dass Postboten die neue Aufgabe nicht vollumfänglich ausführen und gegebenenfalls überfordert sein könnten. Letztlich aber dürfte das Projekt ein Schritt in die richtige Richtung sein und vor allem all jenen helfen, die keine nahen Verwandten in ihrer Nähe haben.
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