Nicht ideal: Betreuung von Senioren mit Alkoholsucht

Nachrichten
Foto © Zerbor

Die letzten Jahre des Lebens in einem Pflegeheim zu verbringen, ist meist eine Kompromisslösung für Senioren. Kann die Familie nicht für eine fachgerechte und sichere Pflege sorgen und stellt die eigene Wohnung kein sicheres Umfeld mehr dar, ist der Umzug sinnvoll und notwendig. Süchtige Senioren aber gelangen hierbei nicht in eine für sie förderliche Umgebung. Schwierigkeiten im Umgang mit Senioren, die an einer Alkoholkrankheit leiden, scheinen in Deutschland die Regel zu sein. Experten fordern daher nun Veränderungen.

Alkoholkranke benötigen intensivere Pflege

Psychologische Erkrankungen sind in der Altenpflege eigentlich keine Seltenheit. Über Alzheimer und Demenz wissen auch Pfleger in der Regel gut Bescheid, sodass sie einen entsprechend fachgerechten Umgang mit den Senioren pflegen können. Anders jedoch sieht das im Bereich der Suchterkrankungen aus, die ebenfalls weit verbreitet sein können. Hier ist das Personal meist überfordert und unsicher, wie möglichen Entzugserscheinungen oder speziellen Verhaltensweisen zu begegnen ist.

Personalmangel stellt ein Problem dar

An Alkohol zu gelangen, stellt für Senioren in Heimen selten eine Schwierigkeit dar. Schließlich handelt es sich nicht um geschlossene Anstalten oder Psychiatrie-Stationen, sondern um Heime, in denen auch eigene Lebensmittel aufbewahrt und konsumiert werden dürfen. Bei Alkoholkranken gilt es hier, verstärkt auf Anzeichen zu achten und den Zugang zum Suchtmittel effektiv zu verhindern. Experten sehen hier ein Problem, denn aufgrund des oft vorherrschenden Personalmangels wird die beruhigende Wirkung des Alkohols mitunter gerne in Kauf genommen.
Lesen Sie auch: Sturzprävention – So kann man Stürze im Alter vermeiden