Max-Planck-Institut: Arme Senioren leben kürzer

Senioren ohne Geld
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Dass sich das Einkommen der Deutschen auch auf deren Wohlbefinden und Gesundheit auswirkt, ist nicht neu. Dennoch hat sich das Max-Planck-Institut nun im Rahmen einer Untersuchung konkreter mit diesem Thema auseinandergesetzt und die Lebenserwartung von Senioren mit deren finanzieller Situation verglichen. Dabei zeigte sich: Wer mehr Geld hat, lebt länger. Lesen Sie auch: Was tun, wenn die Rente nicht reicht?

Die genauen Ergebnisse

Bei der Untersuchung beschäftigte sich das Institut mit den erworbenen Rentenpunkten der Senioren und ihrer verbleibenden Lebenserwartung. Männer im Alter von 65 Jahren lebten 2005 im Schnitt noch 19 Jahre, wenn sie über sehr hohe Altersbezüge verfügen konnten. Im unteren Drittel jedoch betrug die durchschnittliche verbleibende Lebenserwartung mit etwa 15 Jahren ganze vier Jahre weniger. Im Jahr 2016 vergrößerte sich die Lücke auf über fünf Jahre.

Gründe sind unklar

Natürlich ist Geld allein kein ausreichendes Merkmal, um die Lebensqualität und Gesundheit eines Menschen zu beurteilen. Auch bei der verbleibenden Lebenserwartung gibt es daher Ausnahmen. Grundsätzlich könnten sich Ursachen für die Differenz bereits in früheren Lebensjahren finden. Beispielsweise in körperlich harter Arbeit oder im Umgang mit Chemikalien. Oft sind solche Jobs nicht ausreichend hoch bezahlt, weswegen sich im Alter eine Lücke bildet. Auch Sorgen, Stress und fehlende Mittel für die Gesundheitspflege und Krankheitsprävention könnten ihr Übriges tun.
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