Gesundheit: Mobilität lässt oft unbemerkt nach

Auch im Alter mobil bleiben

Senior beim Sport
Foto: © Ljupco Smokovski

Bewegung ist das A und O, wenn es um ein gesundes und langes Leben geht. Dass die Mobilität bei Senioren jedoch zunehmend nachlässt, stellt ein Problem dar. Immerhin kommen mit der eingeschränkten Beweglichkeit deutlich weniger Schritte pro Tag zusammen. Das wiederum steigert das Risiko für verschiedene Erkrankungen. In Finnland beschäftigt sich der Arzt Urho Kujala mit der Bewegung im Alter.

Weniger Schritte, schlechtere Gesundheit

Im Rahmen einer Untersuchung befragten Dr. Kujala und sein Team insgesamt 779 Zwillinge zwischen 71 und 75 Jahren zu deren Gesundheitszustand. Zusätzlich erhielten die Probanden einen Schrittzähler, der einige Wochen lang aufzeichnen sollte, wie sehr Bewegung Teil des alltäglichen Lebens ist. Die Ergebnisse waren spannend: Gesunde Probanden liefen pro Tag etwa 7.000 Schritte, während Probanden mit drei chronischen Erkrankungen weniger als 4.000 Schritte zurücklegten.

In Bewegung bleiben ist entscheidend

Dass sich die Anzahl der Schritte beim Vorliegen von Erkrankungen verringert, kann viele Gründe haben. Schmerzen, Unwohlsein und Leistungsschwäche sorgen dafür, dass sich Senioren immer weniger bewegen. Problematisch dabei ist jedoch: Je stärker das Bewegungspensum sinkt, desto höher liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Verschlechterung der Gesamtsituation. Senioren sollten also versuchen, möglichst mobil zu bleiben. Ein Schrittzähler kann dabei helfen, den eigenen Aktivitätsstatus zu definieren. Aber auch einige Sportarten wie Nordic Walking und Wandern in einer Gruppe kann helfen mobil und fit zu bleiben.