Osnabrück: Kirche will Senioren von Wohnungstausch überzeugen

Senioren beim Umzug
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Dass in Deutschland vielerorts Wohnungsmangel herrscht, ist längst nicht mehr neu. Nicht nur in Großstädten wird bezahlbarer Wohnraum knapp, denn sogar in kleineren Gemeinden fällt es Familien immer schwerer, eine passende Immobilie zu finden. Der Familienbund der Katholiken des Bistums Osnabrück will nicht tatenlos zusehen und regte zu Veränderungen an.

Gute Gründe für Umzüge

Marga Apke, die Vorsitzende des Familienbundes im Bistum gab zu bedenken, dass viele ältere Menschen in deutlich zu großen Wohnungen alleine leben. Wegzuziehen oder auch eine Wohneinheit im eigenen Zweifamilienhaus zu vermieten sei für viele Senioren nicht denkbar, da sie sich den hiermit verbundenen Aufwand nicht zutrauen. Hier will der Familienbund ansetzen und rief dazu auf, Senioren in der Gemeinde aktiv zu unterstützen und so neuen Wohnraum zu schaffen. So entsteht ein Mehrgenerationenhaus

Weitere Maßnahmen seitens der Kirche

Doch der Familienbund richtete sich nicht nur an die Einwohner, sondern auch an die Kirchengemeinden selbst. Sie sollten nach Möglichkeit kirchliche Gebäude dazu nutzen, bezahlbaren Wohnraum einzurichten oder auch eigene Grundstücke für die Bebauung freigeben. Umfragen in den Gemeinden könnten laut Familienbund dabei helfen, den tatsächlichen Bedarf auszuloten. Auch will der Bund dazu anregen, erfolgreiche Maßnahmen öffentlichkeitswirksam zu teilen und anderen Gemeinden sowie Kirchenmitgliedern Mut zu machen. Mehr zum Thema Wohnformen für Senioren