Gehirnjogging für Senioren

So bleiben Senioren geistig fit

Schachspiel

Viele Menschen fürchten, dass die mentalen Kräfte mit steigendem Alter deutlich absinken. Soweit muss es allerdings nicht kommen. Mit den richtigen Mitteln und einer guten Portion Hirn-Jogging bleibt man auch im hohen Alter vom geistigen Abbau verschont.

Spielend gesund – Tipps für Senioren

Zwar ist unser Gehirn kein Muskel, aber dennoch verkümmert es genau wie der Bizeps, wenn es nicht ausreichend trainiert wird. Allerdings ist die Gesunderhaltung des Gehirns deutlich leichter als ein Muskeltraining. Wer schon in jungen Jahren an seiner geistigen Substanz arbeitet, wird auch im hohen Alter aller Wahrscheinlichkeit nach geistig fit bleiben.
Gehirnjogging ist die beste Vorsorge, die aber nur dann hilft, wenn man daran auch Spaß hat. Es bringt herzlich wenig, wenn man sich mit Kreuzworträtseln, Sudoku oder anderen Denksportaufgaben herumquält, aber eigentlich gar keine Lust daran hat. Studien zur Folge ist es sogar effektiver, wenn das Gehirn durch alltägliche Dinge trainiert wird. Das regelmäßige Lesen von Zeitungen oder Büchern, Brett- oder Kartenspiele in geselliger Runde oder das Erlernen eines Musikinstruments sind hier die besten Möglichkeiten.

In Gesellschaft geht’s besser – Spielen Sie mit der Familie oder Freunden!

Unser Kopf funktioniert am besten, wenn er Kontakte hat. Jedes Gespräch mit Freunden oder Familie ist nicht nur eine angenehme Sache, sondern kurbelt auch unsere grauen Zellen mächtig an. Der Grund dafür ist, dass bei jedem Gespräch, ob persönlich oder am Telefon, das Denkzentrum unseres Gehirns beansprucht wird. Der regelmäßige und intensive Kontakt mit Familie und sonstigem sozialen Umfeld gilt nach aktuellen Studien als eine der besten Präventivmaßnahmen, um dem geistigen Verfall ausgesprochen wirkungsvoll entgegenzuwirken.

Sport im Alter hilft auch unserem Gehirn

Sport tut nicht nur unserem Körper, sondern auch dem Geist gut. Um dem Gehirn etwas Gutes zu tun, reicht es schon, wenn man sich durchschnittlich dreimal pro Woche für etwa 15 Minuten bewegt. Höchstleistungen müssen nicht vollbracht werden, ein ausgedehnter Spaziergang erfüllt schon den gewünschten Effekt. Grundsätzlich bietet es sich immer an, Bewegung in den Alltag einzubauen. Beispielsweise kann man auf den Lift verzichten und die Treppe nehmen oder einmal zu Fuß den Einkauf erledigen.
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse versorgt die grauen Zellen mit wertvollen Vitaminen und Pflanzenstoffen. Das beugt nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes vor, sondern ist für den Kopf eine echte Lebensquelle.

Helfer aus der Natur

Um die geistige Leistungsfähigkeit zu fördern, gibt es auch einige natürliche Möglichkeiten. Als besonders wirkungsvoll gilt die Heilpflanze Ginkgo. Ein Extrakt aus den Blättern der Pflanze schützt die Gehirnzellen vor zerstörerischen Angriffen durch freie Radikale. Auch auf die Durchblutung wirkt sich Ginkgo ausgesprochen positiv aus. Zudem bringen die Wirkstoffe dieser asiatischen Pflanze den Energiestoffwechsel und die Zellatmung in Schwung.
Durch regelmäßige Einnahme wird die Sauerstoffzufuhr des Gehirns verbessert, die Konzentrationsfähigkeit und mentale Fitness nehmen zu. Das hält nicht nur gesund, sondern steigert dauerhaft die Lebensqualität.

Fazit

Gehirnjogging ist leichter als man zunächst annehmen mag. Durch ein paar für das Gehirn anspruchsvolle Dinge, die sich spielend in den Alltag einbauen lassen und zudem auch noch Freude bringen, hält man die grauen Zellen auf Trab und schafft die besten Voraussetzungen, um auch in hohem Alter immer noch geistig fit zu bleiben. Auch das Risiko, an Hirnleiden wie die Alters-Demenz zu erkranken, wird durch vorbeugende Maßnahmen deutlich reduziert. (Text: D.D.Eppe, Foto: © Ewais)